Vergiftete Gedanken

Es gibt Sachen, über die kann man nicht reden. Wenn man sich fortwährend den Tod wünscht, met wem soll man darüber reden?
Mit Leuten, denen es genauso geht? Die ziehen dich nur runter.
Mit Familie oder Freunden? Die werden dich für verrückt halten und mit dem Tag deines "Outcomings" stetig Angst um dich haben und sich Sorgen machen, sobald du ein wenig mieß drauf bist.
Mit einem Psychiater oder Psychologen? Das köme auf einen Versuch an. Bestimmt gibt er / sie dir reichlich Anti-Depressiva, die dich nur noch mehr verleiten, dich nun mit einer Überdosis selbst zu töten.
Nein, wenn man sich selbst ständig den Tod wünscht (und danach die Hölle), ist man allein und versucht sich an jedem noch so kleinen Strohhalm festzuklammern, beziehungsweise einen sochen zu finden, damit man es vielleicht heute noch nicht vollbringt.
Wobei postiv Denken nicht gerade zu den Stärken eines "zukünftigen Selbstmörders" gehört.Doch im Grunde braucht es auch bei dir einen sehr schlimmen Tag,, damit du dein Vorhaben durchführst. Mehr sogar noch als bei den üblichen Suzid-Tätern, denn du bist durch deine Vergangenheit schon extrem gezeichnet und hast tiefe Narben, während "Standard-Suizider" erst kurz vor ihrem Suizid eine schreckliche, traurige oder grausame Erfahrung machen. Doch wenn du deinen Plan gestrickt hast, die Einzelheiten des Wann und Wie sich in deinen Kopf gebrannt haben, braucht es sehr viel mehr als ein paar liebe Worte, um sich davon abzubringen. Wenn dein eigener Sohn gerade zuer Welt kam un das genau in das Jahr fällt, in dem du dich umbringen wolltest, könnte das ein Grund sein. Aber du wirfst deshalb deine Plane nicht gleich über den Haufen. Nein, du schmiedest schon den nächsten oder weichst auf deinen Alternativplan aus! Sobald der Junge zur Schule geht, das Haus abbezahlt ist und der andere Elternteil ausreichend gesund ist, witterst du wieder die Chance.